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Die Siemens AG ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik und einer der größten Arbeitgeber Deutschlands.

Siemens AG

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der Konzern ist auf den Gebieten Industrie, Energie sowie im Gesundheitssektor tätig und liefert Infrastrukturlösungen, insbesondere für Städte und urbane Ballungsräume. 

Insgesamt erzielte Siemens im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September 2012 endete, auf fortgeführter Basis einen Umsatz von 78,3 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,2 Milliarden Euro.

Ende September 2012 hatte das Unternehmen auf dieser fortgeführten Basis weltweit rund 370.000 Beschäftigte.

Unternehmenssitz: Berlin und München

Homepage: www.siemens.de

Siemens über das Anforderungsprofil an neue Mitarbeiter:

Nach drei Aspekten wählen wir unsere Mitarbeiter aus:

- Kenntnisse (Technologien, Fachkenntnisse, Methoden)

- Erfahrungen (Praktika, Beruf, Projekte, Führung)

- Fähigkeiten (Kreativität, Teamfähigkeit, Kundenorientierung)

 

Dabei legen wir genauso viel Wert auf ein breit gefächertes Grundlagenwissen wie auf die Bereitschaft, sich schnell in neue Wissensgebiete und Methoden hineinzufinden. Wir suchen weltoffene, kreative und zielorientierte Teamworker, die engagiert und innovativ Ideen voranbringen. Analytisches Denken, teamorientiertes Arbeiten und gute Englischkenntnisse runden Ihr Bild ab.

Bewerbungsprozess

Wie bewerbe ich mich bei Siemens? Die Bewerbung erfolgt über die internationale Jobsuche www.siemens.de/career/jobs/

Erstbewerber müssen sich zunächst ein Benutzerkonto einrichten. 

Wissen aus Theorie und Praxis

Zusätzlich zur Verbindung einer praxisbezogenen und gleichzeitig wissenschaftlich fundierten Ausbildung mit internationalen Inhalten erhalten Sie bei Siemens Seminare zur Verbesserung Ihrer Sozial-, Methoden- und Individualkompetenzen. Sie werden dabei von erfahrenen Lernprozessbegleitern betreut. Durch eine Vergütung sind Sie finanziell abgesichert.


Bereiche: 

Technik

Technische Studiengänge sind bei einem weltweit größten und traditionsreichsten Unternehmen der Elektrotechnik und Elektronik sehr gefragt.

Den Studiengang „Bachelor of Engineering“ bietet Siemens in verschiedenen fachlichen Vertiefungen, z.B. in Elektrotechnik, Maschinenbau oder Mechatronik. Er eröffnet spannende Karrierepfade in einem internationalen Umfeld. Fortbildungen sind in einer sich rasch entwickelnden Thematik natürlich  Pflicht und werden von Siemens entsprechend gefördert.

Ebenso bietet die Siemens Technik Akademie attraktive Berufsbilder.



Informatik

Die Informatik zählt zu den Schlüsseltechnologien bei Siemens. Sie befasst sich mit dem Aufbau und Einsatz von Hard- und Software. Den Studiengang „Bachelor of Science“ bietet Siemens in verschiedenen fachlichen Vertiefungen, z.B. in Informatik oder Wirtschaftsinformatik. Vielfältige Berufsaussichten mit Fortbildungsmöglichkeiten sind bei Siemens garantiert.


Wirtschaftswissenschaften

Kaufmännische Studiengänge sind fachlich sehr breit gefächert. Ihre künftigen Einsatzgebiete können deshalb im Einkauf, Controlling, Personalwesen, Rechnungswesen, Vertrieb, Marketing oder in der Logistik liegen. Den Studiengang „Bachelor of Arts“ bietet Siemens in enger Verzahnung zwischen den Hochschulen und der Siemens internen Kaufmännischen Schule in verschiedenen fachlichen Vertiefungen an – natürlich ist auch hier das lebenslange Lernen für Sie wichtig und wird nachhaltig unterstützt.


Trainee@IT bei Siemens

Trainee@IT bereitet Sie innerhalb von zwei Jahren umfassend und praxisnah auf Ihre zukünftige Aufgabe vor – im spannenden Umfeld der Informationstechnologie im Sektor Industry. Seit mehr als 160 Jahren stellt Siemens sich den Fragen unserer Zeit. Der Bereich IT wird dabei als wesentliches Instrument gesehen, die Unternehmensziele zu erreichen und die Strategien umzusetzen.

Das Trainee@IT-Einstiegsprogramm ist darum entsprechend anwendungsorientiert konzipiert: Engagierte und motivierte Hochschulabsolventen werden innerhalb von zwei Jahren zu hochqualifizierten Mitarbeitern entwickelt.

Berufserfahrung sammeln, direkt in Projekten lernen, Netzwerke aufbauen, Verantwortung übernehmen und den bestmöglichen Überblick über die Möglichkeiten im IT-Bereich gewinnen: Das Traineeprogramm Trainee@IT ist speziell auf Hochschulabsolventen zugeschnitten.

Mehr Infos gibt es hier

Internationale Entwicklung von Führungskräften

Im Siemens Graduate Program (SGP) fördert Siemens den internationalen Führungsnachwuchs, herausragende Talente für die Karrieren im Management von morgen.

Im  Siemens Graduate Program erwarten Sie große thematische Vielfalt, herausfordernde Aufgaben, inhaltliche Tiefe und lebendige Kontakte: Zwei Jahre mit drei anspruchsvollen Arbeitseinsätzen  von jeweils acht Monaten. Der Höhepunkt: Ein Einsatz, den Sie definitiv im Ausland verbringen werden. An einem der Standorte, weltweit sind es knapp 1.700. Ihr persönlicher Mentor wird Sie kontinuierlich durch diese 24 Monate begleiten.

Mehr Infos

14.12.2012
Savognin (CH)

Europas höchste Jobbörse startet in die 6. Runde. Der Event findet in der Schweiz, in Savognin statt. Eventlocation ist das CUBE Hotel vor Ort, direkt an Seilbahnstation und Talabfahrt gelegen.

Die einmalige Kombination aus einer studentischen Jobbörse und einem sportlichen Event bietet eine Win-Win Situation für alle Beteiligten. Studenten, Young Professionals, Wissenschaft und Wirtschaft treffen hier in gelöster und sportlicher Atmosphäre aufeinand

Siemens, mit Firmensitz in Berlin und München, zählt zu den weltweit größten und traditionsreichsten Firmen der Elektrotechnik und Elektronik mit führenden Marktpositionen auf all seinen Arbeitsgebieten. Rund 370.000 Mitarbeiter weltweit entwickeln und fertigen Produkte, projektieren und erstellen Systeme und Anlagen und erbringen maßgeschneiderte Dienstleistungen.

 

Das Portfolio der Siemens AG ist seit Jahresbeginn 2008 in drei Sektoren gegliedert:

Der Industry-Sector wendet sich mit seinen Produkten und Lösungen an Industriekunden aus Produktions-, Transport- und Gebäudetechnik. Im Wesentlichen besteht dieser Sektor aus Geschäftsaktivitäten der bisherigen Bereiche Automation and Drives (A&D), Industrial Solutions and Services (I&S), Transportation Systems (TS), Siemens Building Technologies (SBT) und Osram.

Der Energy-Sector wendet sich vor allem an Energieversorger, aber auch an Industrieunternehmen, insbesondere aus der Öl- und Gasindustrie. Der Sektor Energy verfügt in allen sechs Divisionen über führende Marktpositionen. Das Angebot reicht von Lösungen für die Öl- und Gasindustrie bis hin zu Produkten und Lösungen für die Erzeugung, Übertragung und Verteilung elektrischer Energie. Dadurch hat der Energy-Sektor weltweit als einziger Hersteller das komplette Know-how entlang der gesamten Energieumwandlungskette. Der Sektor umfasst im Wesentlichen die Geschäftsaktivitäten der ehemaligen Bereiche Power Generation (PG), Power Transmission and Distribution (PTD). Durch die Zusammenlegung ergeben sich vor allem auf der Vertriebsseite neue Chancen, beispielsweise zum Cross-Selling. Durch ein dichteres Dienstleistungsnetz rückt der Service noch näher an den Kunden heran.

Der Healthcare-Sector steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie Dienst- und Beratungsleistungen im Gesundheitswesen. Der Sector umfasst den ehemaligen Siemens-Bereich Medical Solutions. Nach den Zukäufen von DPC, Bayer Diagnostics und Dade Behring ist Siemens der erste voll integrierte Diagnostikanbieter der Welt. Siemens Healthcare bietet seinen Kunden damit ein einzigartiges und umfassendes Portfolio medizinischer Lösungen, das die gesamte Wertschöpfungskette von medizinischer Bildgebung, Labordiagnostik und klinischer IT aus einer Hand umfasst.

Die bundesweiten Service- und Vertriebsaktivitäten von Siemens sind seit 2004 in einer regionalen Organisation mit Sitz in Berlin gebündelt. Ihre rund 14.000 Mitarbeiter beraten den Kunden aus einer Hand zum gesamten Leistungsspektrum von Siemens, flächendeckend in sechs Regionen.

Von der kleinen Berliner Hinterhofwerkstatt zur Weltfirma - nur wenige Industriekonzerne können auf eine so lange Erfolgsgeschichte zurückblicken wie Siemens.

Das durch Werner von Siemens im Jahr 1847 als „Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske“ gegründete Unternehmen hat sich in seinen über 160 Jahren Firmengeschichte von einem auf Nachrichtenvermittlung spezialisierten Unternehmen zu einem weltweit agierenden Konzern mit vielseitigen Kompetenzen im elektrotechnischen und elektronischen Bereich sowie auf dem Gebiet der Medizintechnik und des Gesundheitswesens entwickelt.

Eckdaten der Siemens-Geschichte:

1847 Gründung der ''Telegraphen-Bauanstalt von "Siemens & Halske" in Berlin

1850 Erste ausländische Vertriebsagentur in London

1855 Gründung der russischen Zweiggesellschaft als erste Auslandsniederlassung

1904 Erste ständige Niederlassung in China

1905 Gründung der Niederlassung Siemens do Brasil

1924 Eröffnung der Siemens India Ltd.

1961 Export erstmals über 1 Milliarde DM

1968 Siemens überschreitet 100 Länder-Marke

1970 Gründung der Siemens Corporation, USA

1994 Gründung der Siemens Ltd. China in Peking

Eine Zeitreise durch die gesamte Siemens Geschichte erwartet Sie hier.

Seit über 160 Jahren gehören Internationalität und weltweite Präsenz zum Markenzeichen von Siemens. Heute ist Siemens in nahezu 190 Regionen vertreten und eines der führenden international agierenden Großunternehmen.

Die Herausforderungen, denen sich die Welt gegenübersieht, sind global. Wir sind es auch: Unsere weltweite Präsenz versetzt uns in die Lage, unseren Kunden vor Ort schnelle und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Unsere rund 405.000 Mitarbeiter arbeiten an 1.640 Standorten, allein an 176 davon in der Forschung und Entwicklung.

Verantwortungsvoll: Wir verpflichten uns zu ethischem und verantwortungsvollem Handeln

Wir bei Siemens sind entschlossen, alle gesetzlichen und ethischen Anforderungen zu erfüllen – und, wo wir können, sogar zu übertreffen. Unsere Verantwortung liegt darin, das Unternehmen entsprechend den höchsten professionellen und ethischen Standards und Praktiken zu führen: ohne Spielraum für nichtkonforme Verhaltensweisen.

Die Prinzipien, die für den Wert „verantwortungsvoll" stehen, dienen als Kompass, den wir nutzen, um unsere Geschäftsentscheidungen zu treffen. Darüber hinaus müssen wir Geschäftspartner, Lieferanten und andere Interessenvertreter dazu ermutigen, einen ähnlichen Standard für ihre Geschäftsethik anzuwenden.

Exzellent: Wir erzielen Höchstleistung und exzellente Ergebnisse

Wir bei Siemens setzen uns ehrgeizige Ziele – die wir von unserer Vision ableiten und anhand von Benchmarks verifizieren – und tun alles, um diese Ziele zu erreichen. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Suche nach perfekter Qualität und bieten ihnen Lösungen, die ihre Erwartungen übertreffen.

Exzellent können wir nur sein, wenn wir einen Weg der kontinuierlichen Verbesserung definieren und die bestehenden Prozesse permanent hinterfragen. Darüber hinaus müssen wir Veränderungen annehmen, damit unser Unternehmen entsprechend aufgestellt ist, wenn sich neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Exzellent sein bedeutet zudem, dass wir als Unternehmen für die besten Köpfe, die der Markt bietet, attraktiv sind. Es bedeutet, ihnen die Qualifikationen zu vermitteln und Chancen zu geben, die erforderlich sind, um Höchstleistungen zu erbringen. Denn wir wollen eine leistungsfähige Unternehmenskultur fördern.

Innovativ: Wir sind innovativ, um dauerhaft Wert zu schaffen

Innovationen sind der Grundstein des Erfolges von Siemens. Daher richten wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten eng an unserer Geschäftsstrategie aus, halten wichtige Patente und nehmen eine starke Position bei den etablierten sowie neuen Technologien ein. Unser Ziel ist, in allen unseren Geschäftsfeldern Trends zu setzen.

Wir sorgen dafür, dass die Energie und Kreativität unserer Mitarbeiter freigesetzt werden, wir beschreiten auch neue und ungewohnte Wege. Darüber hinaus sind wir erfinderisch und nehmen diese Eigenschaft in den unterschiedlichsten Bedeutungen an – geistreich, einfallsreich und kreativ.

Wir handeln unternehmerisch und unsere Innovationen sind weltweit erfolgreich. Wir messen den Erfolg unserer Innovationen am Erfolg unserer Kunden. Wir erneuern unser Portfolio kontinuierlich, um Antworten auf die wesentlichen Herausforderungen der Gesellschaft zu bieten und schaffen dadurch nachhaltige Werte.

Im Rahmen von Fit4 2010 konzentrieren wir uns auf die Eckpfeiler Corporate Governance, Compliance, Klimaschutz und Corporate Citizenship.
Wir streben danach, Maßstäbe zu setzen – für die klare Zuweisung interner Verantwortung, für Transparenz in unserer Berichterstattung sowie für höchste Integrität. Durch unser Produkt- und Lösungsportfolio und unseren betrieblichen Umweltschutz leisten wir wirksame Beiträge zum Klimaschutz. Den weltweiten Rollout unserer beiden unternehmensweiten Corporate-Citizenship-Programme Siemens Generation21 für Bildung und Siemens Caring Hands für soziale Hilfsleistungen wollen wir fortsetzen und verstärken. Das Ziel des Unternehmensprogramms Fit4 2010, als strategische Konstante innerhalb von Siemens, ist die nachhaltige Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des Unternehmenswertes.

Das Fundament hierfür bilden die Werte, für die Siemens steht: verantwortungsvoll, exzellent, innovativ. Höchste Ansprüche an Geschäftsethik bilden zudem die Grundlage, um in Sachen Transparenz und Compliance zu den Besten zu gehören.

Fit4 2010 setzt ambitionierte Ziele auf Konzern-, Sector- und Divisionebene, um bis spätestens 2010 zur Performance der besten Wettbewerber aufzuschließen. Erreicht werden diese Ziele unter anderem durch eine klare Führungs- und Organisationsstruktur und dem Fokus auf die vier Treiber Portfolio, People Excellence, Operational Excellence und Corporate Responsibility.

Gerlinde Sturm. Ihre Business Unit gehört zum Sektor Infrastructure & Cities.

 "Die Verbindung von Beruf und Familie ermöglichen"



Allein unter Männern? Das war einmal. Heute sind Frauen in den Technologiekonzernen keine Seltenheit mehr. Gerlinde Sturm, Chief Financial Officer (CFO) einer Business Unit im Siemenskonzern, erzählt von ihrem Berufseinstieg, ihren zahlreichen Auslandserfahrungen und davon, dass sich Gelassenheit auf der Karriereleiter auszahlt.

Was hat Sie daran gereizt Ihre berufliche Herausforderung im Technologiesektor zu suchen?

Ich habe meine Firma nicht danach ausgesucht, ob sie ein Technologiekonzern ist, sondern wegen des Standorts München und aufgrund der Tatsache, dass man sich hier international bewegen kann.  

Bei so einem Konzern steht einem die ganze Welt offen – wenn man das möchte. Das war für mich entscheidend. Mein erster Einsatz  bei Siemens war ja auch nicht im kaufmännischen Bereich, sondern als Anwendersoftware-Entwicklerin. Damals war das der Arbeitsplatz der Zukunft.

Hat Ihnen das denn Spaß gemacht?

Es war eine spannende Sache in einem so innovativen Bereich zu arbeiten. Zu dieser Zeit haben die PCs gerade in den Büros Einzug gehalten und ich habe mich als eine der ersten in dieses Thema einarbeiten dürfen. Außerdem habe ich dort auf Großrechnern Software für Managementinformationssysteme entwickelt.

Ein optimaler Berufseinstieg für Sie?

Es war auf jeden Fall eine sehr gute Basis, auf der ich aufbauen konnte. Letztendlich hat mich diese Tätigkeit auch zu einem Einsatz nach England gebracht. Dadurch kam ich dann an meinen nächsten Job.  

So verschlungen verlaufen Karrierewege eben manchmal.

Als Softwareentwicklerin waren Sie vermutlich nur von sehr wenigen Frauen umgeben.

Es gab tatsächlich nicht viele. Mit Ausnahme der Assistentinnen und Sekretärinnen war ich eine der ganz wenigen. Das war aber nie ein Problem. Ich habe mich dort immer wohl gefühlt und wurde sehr nett aufgenommen. Außerdem durfte ich mich in alle neuen Themen einarbeiten und auch mein Chef war toll. Als ich dort anfing kam ich frisch vom Studium und hatte von diesem Bereich wenig Ahnung – schließlich hatte ich mich auch nicht als Anwendersoftware- Entwicklerin beworben. Weil dort Bedarf war, fragte man, ob ich mir das vorstellen könnte und dank der Unterstützung meines Chefs gelang es sehr gut.

Sind Sie für diese Arbeit speziell geschult worden?

Ja, sogar sehr umfassend. Ich habe in dieser Zeit viele Seminare in allen möglichen Programmiersprachen besucht. Heute sind die Studiengänge anders aufgebaut. Man wird an diese Themen schon viel früher herangeführt. Für mich war das Studium eher eine gute Basis, um an unbekannte Fragestellungen heranzugehen und eine Lösung zu erarbeiten. Wenn man in eine Firma kommt, lernt man sowieso viel neu.

Womit beschäftigen Sie sich aktuell?

Siemens hat im letzten Jahr den Bereich Infrastructure & Cities gegründet. Darin gibt es eine Einheit, die nennt sich Smart Grid.  

Meine Abteilung ist zuständig für Smart Grid Services. Wir erbringen in diesem Zusammenhang zahlreiche Serviceleistungen, vom Zeitpunkt, an dem der Strom generiert wird, bis zu dem Punkt, wo er verbraucht wird. Wir kümmern uns um sehr traditionelle Dinge, wie die Reparatur von Transformatoren, aber auch um das innovative Smart Metering, wo wir intelligente Zähler ha-ben, aus denen Rückschlüsse über den Verbrauch gezogen werden können. Außerdem beraten wir Länder und Firmen, wie sie ihre jeweiligen Netze stabil machen können.

Das klingt auf jeden Fall sehr vielfältig und spannend!

Und genau das ist es auch. Ich bin dabei für den gesamten kaufmännischen Bereich verantwortlich.

Wie groß ist das Team dafür?

Knapp 3.000 Leute weltweit. Aktuell sind wir stark daran interessiert den Frauenanteil zu erhöhen. Gerade ich als Frau sehe das als meine Verantwortung. Ich bin davon überzeugt, dass es einem Team gut tut, wenn es durchgemischt ist. Frauen und Männer arbeiten eben doch ein bisschen anders.

Braucht es spezielle Qualitäten um sich als Frau in einem Technologieunternehmen zu behaupten?

Ich habe immer versucht mir selbst treu zu bleiben. Als ich ins Berufsleben gestartet bin, hieß es oft, eine Frau müsse werden wie ein Mann, wenn sie Karriere machen will. Das habe ich versucht zu vermeiden und habe es auch nie so empfunden. Ich glaube wichtig für jeden Mitarbeiter ist, dass man Interesse an der Sache zeigt, mitdenkt, auch nach rechts und links schaut und seine eigenen Ideen einbringt. Das war für mich immer der Motor, um voranzukommen.

Sie haben lange Zeit im Ausland gearbeitet. Welche Erfahrungen haben Sie dabei besonders geprägt?

Als ich 1995 nach Tschechien ging, wollte ich ganz bewusst in einen neuen Markt, weil bei uns damals Asien und die Osteuropaöffnung so wichtig waren. Ein Auslandseinsatz ist für einen selbst eine unwahrscheinliche Weiterentwicklung. Es erweitert den Horizont, wenn man in einer anderen Kultur arbeitet – und Tschechien war damals ganz anders. 1995 war die Öffnung in Richtung Westen noch voll in Gange.  

So eine Entwicklung vor Ort mitzuerleben war eine enorme Bereicherung, auch in fachlicher Hinsicht. In meiner Zeit dort hat sich die kleine Firma mit 100 Leuten zu einem beachtlichen Unternehmen mit 1.200 Mitarbeitern entwickelt. Das war ein Prozess, wie man ihn heute in einem Großkonzern kaum noch erlebt. Und dazu noch daran teilzuhaben, wie sich ein Land vom Sozialismus hin zu einem pulsierenden, wachsenden Land entwickelt hat mich sehr geprägt.  

Die jungen Leute dort waren unglaublich hungrig auf Erfolg, ehrgeizig und dazu noch gut ausgebildet. Das hat viel Spaß gemacht.

Würden Sie dieses Projekt denn als Ihre größte berufliche Herausforderung bezeichnen?

Ich glaube jedes Projekt hat seine eigenen Herausforderungen. Sicher war das enorme Wachstum in Tschechien, das man mit einer Organisation erst einmal bewältigen muss, anspruchsvoll. Aber ich hatte verschiedenste Herausforderungen in meiner Laufbahn.  

Restrukturierungen etwa machen keinen Spaß, sind aber enorm wichtig, um eine Organisation wettbewerbsfähig zu halten.

Es gibt immer wieder Meldungen, dass Ingenieurinnen weniger verdienen oder schlechter Arbeit finden.

Das kann ich kaum glauben. Wir suchen händeringend Frauen in technischen Berufen und haben auch extra Programme dafür. Ich kann auch nicht nachempfinden, warum man Angst hat, in der Männerwelt nicht bestehen zu können. Es kommt natürlich  immer auf die Vorgesetzten an. Da hatte ich viel Glück, denn ich traf immer auf Vorgesetzte, die Frauen ganz bewusst förderten und mir wertvolle Impulse gaben. Ich hatte selten das Gefühl, dass es einen Unterschied macht, dass ich eine Frau bin. Vielleicht würde man eine Technikerin nicht unbedingt nach Saudi-Arabien schicken wollen – aber das würden sich wahrscheinlich auch die wenigsten Frauen als  Einsatzort wünschen.

Sie selbst waren unter anderem in Indien. Mit welchen Erfahrungen sind Sie von dort zurückgekehrt?

Vor allem das weibliche Personal dort war sehr erfreut, dass eine Frau als CFO kam. Ich habe übrigens in Indien zum ersten Mal den internationalen Weltfrauentag gefeiert.

Die Mitarbeiterinnen dort sind sehr selbstbewusst, was ich richtig schön fand. Bei uns in der Firma wussten alle sehr genau, was sie wert sind.

Vielleicht sollten wir auch hierzulande mehr daran arbeiten, dass die Frauen selbst anders auftreten.

Man hat ja immer auch die Möglichkeit den weiblichen Charme einzusetzen, wenn nötig. Ich glaube schon, dass Männer machtbewusster sind als Frauen. Deshalb ist es gut, mit einem Lächeln auf den Lippen seinen Weg zu gehen, gelassen zu bleiben und nicht krampfhaft Karriere machen zu wollen.

Eine schöne Haltung. Ist das auch etwas, was sie weitergeben wollen, wenn sie sich auf Fachkongressen wie WoMenPower engagieren?

Ganz klar. Ich glaube Frauen sind in vielen Fällen direkter als Männer, manchmal auch weniger diplomatisch. Es ist wichtig, ein bisschen entspannt mit der Sache umzugehen.

Wie fördert Siemens Frauen?

Wir bemühen uns sehr, die Verbindung von Beruf und Familie zu ermöglichen, weil das noch immer das größte Hindernis ist. Ich habe einige Frauen in meinem Team, die Kinder bekommen und dann eine Weile ausscheiden. Wir tun, was wir können, um ihnen den Wiedereinstieg zu ermöglichen, etwa, dass sie ihre Arbeitszeit langsam wieder von 10 auf 20 oder 30 Stunden steigern. Gerade auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel haben wir ein großes Interesse daran, mehr Frauen vor allem auch in den technischen Berufen zu beschäftigen.

Arbeitszeitregelungen schön und gut, aber ich denke die räumliche Flexibilität zweier Partner ist noch eine  Herausforderung für die Zukunft.

Das ist sie, da gebe ich Ihnen recht und das ist auch der Punkt, wo irgendwann vermutlich einer zurücktreten muss, um den anderen zu begleiten.

Und mittlerweile muss das nicht mehr automatisch die Frau sein.

Genau. Wir haben einige Damen im Team, wo die Männer sich verstärkt um die Kinder kümmern.

Heute macht fast jeder Mann mindestens eine kurze Elternzeit von zwei oder drei Monaten. Das ist eine schöne Entwicklung. Man kann nicht alles gleich und sofort haben, aber es geht in die richtige Richtung.

Haben Sie eine Empfehlung um Karriere zu machen?

Das Wichtigste: Interesse, Biss, die Bereitschaft eine Extra-Meile zu gehen und dass man sich einbringt. Man muss bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Wenn man eine Aufgabe bekommt, sollte man sie nicht einfach nur stur abarbeiten, sondern auch die eigene Meinung einbringen – aber auf eine kooperative Art und nicht oberlehrerhaft. Und es schadet nicht, wenn Frauen auch sagen, dass sie Karriere machen wollen.

Gerlinde Sturm hat Wirtschaft mit den Schwerpunkten Marketing und IT studiert. Sie arbeitete während ihrer Laufbahn bei Siemens zunächst als Software Entwicklerin, Project Controller für internationale Großprojekte und für Markteinführungsprojekte in Europa und Lateinamerika im Bereich Communications in München. Nach weiteren Stationen in Tschechien, Deutschland, Indien und Brasilien kehrte sie 2007 zu Siemens in Deutschland zurück. Seit 2009 ist sie Chief Financial Officer  der Business Unit Services der Division Smart Grid im Siemens Sektor Infrastrucure & Cities.


Das Interview ist zuerst erschienen in HI:TECH CAMPUS

Ausgabe 1 - 2012

Siemens über die Work-Life-Balance-Grundsätze des Konzerns:


Die Möglichkeit, Beruf und Familie miteinander in Einklang zu bringen, gewinnt für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zunehmend an Bedeutung.
Den meisten stellt sich nicht mehr die Frage: Kind oder Karriere? Sie möchten beides. Dabei unterstützen wir sie. Wir möchten es ihnen ermöglichen, Ihrer Verantwortung im Beruf und in der Familie gleichermaßen nachzukommen. Deswegen setzten wir den Fokus auf die Betreuung von Kleinkindern und pflegebedürftigen Angehörigen.

Mit rund 400 Belegplätzen in betriebsnahen Kinderbetreuungseinrichtungen ist Siemens unter den deutschen Unternehmen führend. Die Krippen, Kindergärten und ein Hort befinden sich nahe an den Siemens-Standorten und sind so jederzeit schnell zu erreichen. Zudem sind die Öffnungszeiten auf die moderne Arbeitswelt ausgerichtet. Damit nicht genug: Rund 400 weitere Plätze sind derzeit in Planung, wodurch sich die Zahl der Kinderbetreuungsplätze in Deutschland bis 2011 auf fast 800 erhöhen soll. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine Betreuung im häuslichen Umfeld wünschen, bieten wir darüber hinaus eine „Babysitterbörse" im firmeneingenen Intranet und Kooperationen mit Beratungs- und Vermittlungsagenturen an.

Auch in den Schulferien unterstützen wir Eltern durch ein breites Angebot zur Ferienbetreuung. Rund 2.000 Kinder von Mitarbeitern nehmen jedes Jahr mit großer Begeisterung an den verschiedenen Programmen vor Ort teil. Von vielen Mitarbeitern werden auch die Ferienplätze für die ganze Familie zu erheblich ermäßigten Preisen gern angenommen.

Für Mitarbeiter die nach einer Babypause eine schnelle Rückkehr an den Arbeitsplatz wünschen, bieten wir Wiedereinstiegsprogramme und eine Vielzahl flexibler Arbeitszeitmodelle. Teilzeit, Gleitzeit, Telearbeit – Modelle, die auch von immer mehr Vätern wahrgenommen werden.

Um Eltern die Möglichkeit zu geben, an einem umfassenden Sport- und Gesundheitsprogramm teilzunehmen und dadurch Kraft zu tanken, bietet Siemens seinen Mitarbeitern seit zwei Jahren die Möglichkeit, an einer Siemens-internen Kur mit Kinderbetreuung teilzunehmen.

Kinderbetreuung in München – ein Beispiel macht Schule

Wie durch ein Zusammenwirken von Stadt und Unternehmen rasch ein für alle Beteiligten vorteilhaftes Projekt entstehen kann, zeigt die in einer öffentlich-privaten Partnerschaft entstandene Kinderkrippe „SieKids im Jürgen-Schmieder-Haus" in München. 72 Kinder werden hier betreut, 36 von ihnen sind Kinder von Siemens-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern, die anderen 36 Plätze werden von der Stadt München vergeben. Siemens stellte den Bauplatz in unmittelbarer Nähe zu einem großen Münchner Siemens-Standort zur Verfügung und errichtete das Gebäude. Die Stadt München sorgt für den laufenden Betrieb. Das Beispiel macht Schule, denn auch an einem weiteren Münchner Standort ist ein solches Projekt gemeinsam mit der Stadt in Planung. Weitere Einrichtungen für die Kinderbetreuung entstehen derzeit in Karlsruhe, Duisburg und Erlangen.

Die in München gebaute Kinderkrippe "SieKids" ist ein schönes Beispiel für das Zusammenwirken von Stadt und Unternehmen im Sinne von Eltern und Kindern.

Pflegebedürftige Angehörige – Hilfe tut not

Das Thema „Elder Care", die Betreuung und Pflege von Angehörigen, gewinnt auf Grund der demographischen Entwicklung zunehmend an Bedeutung. An verschiedenen Standorten bieten wir – auch durch Kooperation mit externen Vermittlungsagenturen – unseren Beschäftigten Unterstützung in Form von Informationen, Beratung oder konkreten Pflegearrangements an. Der Standort Erlangen nimmt hier eine Vorreiterrolle ein: Angeboten werden unter anderem eine Notfallbetreuung für ältere Angehörige, Vortragsreihen und Schulungen für Angehörige.

Arbeitszeit- und Arbeitsplatzvarianten

Um Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen, werden – je nach lokaler Gesetzeslage – flexible Arbeitszeit- und Arbeitsplatzvarianten angeboten. Neben vielfältigen Gleit- und Teilzeitmodellen gibt es bei uns auch die Möglichkeit der Telearbeit. Die Technik ermöglicht eine Zusammenarbeit an gemeinsamen Projekten unabhängig von Zeit und Ort. Telearbeit schafft Flexibilität und eröffnet neue Möglichkeiten, um eine Balance zwischen Beruf und Familie zu schaffen. Voraussetzungen sind flexibler Führungsstil und verantwortungsbewusster Umgang mit der hinzugewonnenen Selbstbestimmung. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wünschen sich, zuhause arbeiten zu können. Bei Siemens können sie – auch in Führungspositionen – in Telearbeit und in Teilzeit (ab zehn Wochenstunden) arbeiten. Als Arbeitszeitmodelle werden unter anderem Gleitzeitmodelle mit „Stundenkonten", Job-Sharing und sogar ein „Sabbatical", ein Auszeitjahr, angeboten.

Work-Life-Balance-Projekte in Südafrika

Im Jahr 2007 hat Siemens Südafrika ein offizielles Work-Life-Balance-Programm initiiert, um weiterhin die Arbeitsumgebung für Mitarbeiter bei Siemens zu verbessern, zur Mitarbeitermotivation beizutragen und das Unternehmen für potentielle Mitarbeiter attraktiver zu machen. Wichtige Maßnahmen waren die Einführung der Gleitzeit und ein verbesserter Mutterschutz. Zusätzlich wurde ein Work-Life-Balance-Intranet-Portal entwickelt, um wichtige Informationen zu Themen wie Finanzen, Kultur und Religion, Wellness, Erziehung und Unterhaltung anzubieten.

Das wünscht sich wohl jeder Arbeitnehmer: an warmen Tagen den Arbeitsplatz ins Freie verlegen. Bei Siemens in Südafrika ist es möglich. Zusätzlich wurden Außen-Sportanlagen für die Mitarbeiter eröffnet, an einem Standort gibt es jetzt sogar die Möglichkeit, im Freien zu arbeiten – diese Arbeitsplätze sind drahtlos vernetzt. Auch Mitarbeiterrestaurants eröffnen teilweise Terrassen. Für stillende Mütter gibt es jetzt Stillräume und es werden Kurse für werdende Eltern angeboten. Über externe Partner wird sogar ein „Queue for you"-Service angeboten, der den Mitarbeitern das Anstehen in Ämtern abnimmt. Gemeinsame Aktivitäten wie ein Family Fun Day runden das Work-Life-Balance-Angebot von Siemens Südafrika ab.

Kernkompetenz. Siemens über Fort- und Weiterbildung:

Nach wie vor sind unsere eigenen Ausbildungsaktivitäten eine tragende Säule der Zukunftssicherung des Unternehmens – nicht nur in Deutschland, sondern auch in 30 weiteren Ländern.

Die Ausbildung: ein wichtiger Start ins Berufsleben

Siemens hat sich in den vergangenen Jahren aktiv an der Weiterentwicklung verschiedener Berufsbilder beteiligt. In den Ausbildungsgängen werden heute neben fachlichen Fähigkeiten auch methodische, soziale und individuelle Kompetenzen vermittelt. Die Siemens-Berufsbildung kann auch von externen Unternehmen genutzt werden; dabei ist es möglich, die Mitarbeiter komplett bei Siemens ausbilden zu lassen oder einzelne Ausbildungsmodule gezielt auszuwählen.

Die Siemens Berufsbildung bietet etwa 30 verschiedene Ausbildungs- und Studiengänge an. Wie in den vergangenen Jahren kommen wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung auch dadurch nach, dass wir in Anbetracht der angespannten Situation auf dem deutschen Lehrstellenmarkt über Bedarf ausbilden. Auch behinderten Jugendlichen bieten wir Ausbildungsplätze an.

Lernen über das Internet

Für Abiturienten, die nicht studieren, sondern einen IT-Beruf erlernen möchten, haben wir eine neue Ausbildungsform geschaffen. Bei "Siemens Live Learning" wird das theoretische Wissen auch direkt am jeweiligen Arbeitsplatz vermittelt: Dabei sind die Auszubildenden live mit ihren Dozenten verbunden. So wird also die Theorie am Arbeitsplatzcomputer gepaukt.

Duale Ausbildung

Das deutsche duale System der Ausbildung, das die theoretische Bildung in Berufsschulen mit der Praxis im Betrieb kombiniert, wird von Siemens vielfach in seine Regionalgesellschaften "exportiert" und trägt dort zum hohen Qualifikationsstand der Mitarbeiter und somit auch zur hohen Qualität der Wertschöpfung vor Ort bei. Nach diesem Prinzip erlernen in 30 Ländern Europas, Asiens, Amerikas und Afrikas – angepasst an die jeweiligen Gegebenheiten des Landes – rund 4.000 Auszubildende einen Beruf.

In der Ausbildung legen wir großen Wert auf die Kombination von theoretischer Bildung und praktischem Training im Betrieb.

Ausbildung in China

Seit 1996 bietet Siemens in seinen Joint Ventures in China dreijährige Berufsausbildungen an. Inzwischen haben 380 junge Menschen in den Siemens Vocational Training Centers in Beijing und Shanghai eine Ausbildung beispielsweise zum Industriemechaniker, Industrieelektroniker, Mechatroniker oder Energieelektroniker durchlaufen.

Für die Ausbildung in China wurde das deutsche duale System zum Vorbild genommen und an die speziellen Anforderungen der chinesischen Industrie angepasst. Die theoretische Ausbildung findet an chinesischen Berufsschulen statt. Parallel dazu erhalten die Auszubildenden praktischen Unterricht im Vocational Training Center Shanghai; der praktische Betriebseinsatz erfolgt während der Ausbildung in den jeweiligen Joint Ventures.

Kompetenzentwicklung durch Weiterbildung

Unsere Aktivitäten zu Kompetenzaufbau und Weiterentwicklung von Mitarbeitern und Führungskräften haben wir in der Einheit Learning Campus (LC) zusammengefasst, um das Weiterbildungsangebot noch effektiver am Bedarf auszurichten. Die Lernprogramme von LC wurden eng mit den drei Unternehmensprogrammen Innovation, Kundenfokus und globale Wettbewerbsfähigkeit verzahnt. Dadurch können die Mitarbeiter ihre Kompetenzentwicklung noch gezielter auf die strategische Zielsetzung des Unternehmens ausrichten.

Alle Siemens-Bereiche beteiligen sich an dieser unternehmensweiten Initiative. Die vielfältigen Erfahrungen der Bereiche wurden zusammengetragen und zu einem entsprechenden "Best Practice"-Lernprogramm aufbereitet. Es ist nach Zielgruppen strukturiert und weltweit verfügbar. Neben dem klassischen Einzeltraining setzt LC mehr und mehr darauf, ganze Teams, Abteilungen oder Organisationseinheiten zu unternehmensrelevanten Themen fit zu machen. Auf diese Weise greift der Wissenstransfer deutlich schneller und zahlt sich damit eher aus.

In unserem weltweiten Schulungsprogramm für Führungskräfte lernen junge Mitarbeiter mit Führungspotenzial, länderübergreifend zusammenzuarbeiten. Die nach einem Bausteinsystem gestalteten Seminare laufen in über 45 Ländern mit großem Erfolg: So verzeichnete beispielsweise Siemens China im vergangenen Geschäftsjahr den tausendsten Absolventen eines solchen Programms im Land.

Leadership Excellence: Mitarbeiter entwickeln und motivieren

Hervorragende Finanzergebnisse, motivierte Mitarbeiter, zufriedene Kunden, effiziente Prozesse: Das sind die Ziele, die wir unseren Führungskräften vorgeben und an denen wir ihre Leistung messen. So geben die Mitarbeiter jedes Jahr Rückmeldung darüber, wie gut es ihrer Führungskraft gelingt, jeden Einzelnen zu motivieren. Als besonders erfolgreich haben sich diejenigen Siemens Bereiche erwiesen, die das Thema "Führung" systematisch in ihre Geschäftsstrategie integrieren.